fbpx
Jetzt Angebote vergleichen: Krankenversicherung für Anwärter

Anwärter haben die freie Krankenkassenwahl

Beamte auf Widerruf, sprich Anwärter auf den Beamtendienst, sind von der Sozialversicherungspflicht befreit. Das Einkommen speziell für diese Berufsgruppe spielt dabei keine Rolle. Als Anwärter wird man bei der Krankenkasse wie jeder andere Beamte behandelt.

Zu Beginn hat man die Wahl zwischen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und Privaten Krankenversicherung (PKV). Einzige Ausnahme: Wenn man bereits vor der Anwartschaft privat versichert war, muss dies während der Vorbereitungszeit fortgesetzt werden.

Jetzt Vergleichsangebote zuschicken lassen

Die Vorteile einer privaten Krankenversicherung

Ein erster Überblick zur PKV für Beamtenanwärter

Anwärter sowie Beamte allgemein erhalten Unterstützung der Beihilfe

50-80% der beihilfefähigen Gesundheitskosten trägt die Beihilfe. Wie sich diese Zahlen zusammensetzen, erläutern wir unter dem Punkt Beihilfesätze für Anwärter. Demnach brauchen Anwärter sich nicht vor hohen Beiträgen zu fürchten. 

Was ist eigentlich die Beihilfe?

Die Beihilfe ist ein Teil der Bezüge, die der Beamte vom Dienstherrn erhält. Sie unterstützt Beamte bei Krankheit und Geburten sowie in Pflege- und Todesfällen durch finanzielle Zuwendungen. Der Dienstherr erfüllt somit die Alimentationspflicht gegenüber seinen Beamten.

Die Beihilfeverordnung bestimmt über die Art und den Umfang der Zuwendungen. Bundesweit gelten unterschiedliche Regelungen was die Beihilfe betrifft, daher hängen die gültigen Regeln vom Dienstherrn des Beamten ab. 

Nicht nur der Beamte selbst, sondern auch deren Kinder und Ehe- bzw. Lebenspartner haben einen Anspruch auf Unterstützung durch die Beihilfe. Dies ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. 

  • Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht (Beispiel: Hausfrau / Hausmann)
  • Einkommen unterhalb der Einkommensgrenze (Höhe abhängig von der jeweiligen BVO)
  • Das Kind ist von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit (gilt für bestimmte schulische Ausbildungen sowie ein Erststudium)
  • Einkommen unterhalb der Einkommensgrenze (Höhe abhängig von der jeweiligen BVO)
  • Für das Kind besteht Anspruch auf Kindergeld bzw. Familienzuschlag. (In der Regel nur bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres)

Erstattungssätze für Anwärter

  • 50 Prozent für ledige Anwärter (ohne Kinder mit Anspruch auf Familienzuschlag)
  • 70 Prozent für Anwärter mit zwei oder mehr Kindern mit Anspruch auf Familienzuschlag

Beihilfesätze für Angehörige von Anwärtern

  • 70 Prozent für Ehegattinnen und Ehegatten bzw. Lebenspartnerinnen und Lebenspartner
  • 80 Prozent für berücksichtigungsfähige Kinder

Beihilfesätze für Angehörige von Anwärtern

  • Baden-Württemberg: Abschläge bei den Erstattungssätzen für Lebens- und Ehepartner sowie Kinder.
  • Hamburg: familienbezogenes Beihilfesystem
  • Hessen: familienbezogenes Beihilfesystem

Einkommensgrenzen für Kinder und Partner in der Beihilfe
Die Einkommensgrenzen sind unterschiedlich in den Bundesländern geregelt. Für die Beihilfeverordnungen können zur Zeit folgende Richtwerte angenommen werden:

  • Hessen und Rheinland-Pfalz: ca. 8650 Euro.
  • Bremen und Baden-Württemberg: ca. 10.000 Euro
  • Saarland: ca. 16.000 Euro
  • Bayern, Hamburg, Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen: ca. 18.000 Euro. 
  • Alle übrigen Bundesländer: ca. 17.000 Euro

Du bist dir noch nicht sicher, ob die PKV das Richtige für dich ist?

Was muss ich als Beamtenanwärter bei der Krankenversicherung beachten?

In der PKV hast du die Möglichkeit, günstige Beamtentarife zu nutzen. Die Tarife in der GKV hingegen sind nicht beihilfefähig. Anwärter in der GKV tragen den Arbeitgeberanteil selbst. 

    • Die Beihilfe trägt je nach Familienstand und Dienstherr 50 bis 80 Prozent der (beihilfefähigen) Gesundheitskosten.
    • Restkostenversicherung ist trotz Befreiung von der Sozialversicherungspflicht notwendig. Ohne diese zahlt auch die Beihilfe nicht.
    • Anwärtertarife verzichten auf Altersrückstellungen. Das macht diese besonders günstig. 
    • Es gibt Altersbeschränkungen für das maximale Antragstelleralter. Diese liegt meist zwischen 34-39 Jahre.

Grundsätzlich sollten Beamtenanwärter bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen darauf achten, dass diese auch beihilfefähig sind. Insbesondere im Bereich von Zahnersatz und Sehhilfen ist während der Anwartschaft mit Kürzungen zu rechnen. 

Selbstverständlich hat man im Rahmen der PKV die Möglichkeit über einen sogenannten Beihilfeergänzungstarif diese Lücken zu schließen. 

So sollte man also zu Beginn damit rechnen, dass man die Aufwendungen erst einmal auslegen muss. Im Anschluss werden die Rechnungen dann bei der Krankenkasse/Versicherer sowie bei der Beihilfe eingereicht. Anwärter können dann Zeitnah mit einer Erstattung der Beihilfe rechnen, sollte nicht alles erstattet werden, leistet dann der Beihilfeergänzungstarif. Vorausgesetzt man hat einen.

Wichtiger Grundsatz: Achte bei der Wahl der richtigen Krankenversicherung auf die Leistungen und nicht NUR auf die Höhe der zu Zahlenden Beiträge.

Viele Krankenversicherer warten mit speziellen Anwärtertarifen, welche zudem sehr günstig sind. Die günstigen Prämien kommen zustande, da während der Anwärterzeit auf Alterungsrückstellungen verzichtet wird. Das ist sinnvoll.

Das ein Anwärter seinen Vorbereitungsdienst komplett durchläuft und im Anschluss Beamter auf Lebenszeit wird, steht zu Beginn natürlich nicht fest. Wer also zu Beginn auf das Portemonnaie schauen muss, findet hier eine gute Möglichkeit, um die Beiträge erstmal günstig zu halten. 

Wer sich die Frage stellt, ob er nicht doch lieber in der GKV bleiben soll, findet hier vielleicht einen wichtigen Punkt, der davon abrät.

In der GKV muss der Anwärter die Beiträge in voller Höhe zahlen, bedeutet Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil. Da der Dienstherr keinen Arbeitgeberanteil in der GKV kennt und keine weiteren Zuschüsse für die GKV-Mitglieder zahlt, ist der Beitrag vom Einkommen abhängig. Die Beiträge sind um ein Vielfaches höher als in der PKV. 

Hin und wieder kommt es vor, dass ein Anwärter gesundheitliche Probleme hat. In den Anwärtertarifen sind Ablehnung und Risikozuschläge häufig keine große Hürde, da sich ein Großteil der privaten Kassen an eine freiwillige Annahmeverpflichtung halten.

Wir unterstützen dich auch dann, wenn dich ein Anbieter vielleicht doch ablehnt oder einen zu hohen Risikozuschlag fordert. Wir sondieren den Markt so lange, bis wir ein Ergebnis in deinem Sinne erzielen. 

Die Gesellschaften kalkulieren alle unterschiedlich, sodass eine Ablehnung nicht gleich bedeutet, dass man überhaupt nicht versichert werden kann.

Die Gesellschaften richten sich in der Regel nach den Vorgaben der Beihilfeverordnung. In den Anwärtertarifen deckt man meist das gesamte Leistungsspektrum der Krankenversicherung für Beamte ab. Jedoch muss man auch hier genau hinschauen, denn nicht alle bieten dasselbe Leistungspaket. Kuren sind beispielsweise nicht immer abgedeckt.

Beamtenanwärter in der Privaten Krankenversicherung erhalten spezielle Tarife für Einsteiger, die bereits die Beihilfe berücksichtigen. Die Beihilfe leistet zwischen 50 Prozent und 80 Prozent der beihilfefähigen Gesundheitskosten.

Das macht günstige PKV-Tarife für Anwärter möglich. In der GKV muss der Anwärter aufgrund gesetzlicher Regelungen den Arbeitgeberanteil der Krankenversicherung selbst tragen.

Alterungsrückstellungen werden für gewöhnlich erst gebildet, wenn der Anwärter den Vorbereitungsdienst absolviert hat und in den regulären Beamtendienst aufgenommen wird. Dies führt ebenfalls zu günstigeren Anfangsprämien. 

Jetzt Vergleichsangebote zuschicken lassen